Jens Klein
Ihr Sachverständiger für nachträgliche
Abdichtung erdberührender Bauwerke

Innovative Ideen - erprobt und bewährt - wenn Standardlösungen versagen

Spezialgebiete

Fugen von Betonfertigelementen von Getreidelagerhallen oder Lagerhallen für Stückgüter/ Speditionshallen

Die senkrechten Fugen zwischen den Betonfertigelementen sind mit einer dauerelastischen Fuge gegen Niederschläge abgedichtet. Die horizontalen Fugen der Aufstandsflächen erhalten in den allermeisten Fällen keine Abdichtung, ein ausgebildetes Gefälle und eine ausgebildete Hohlkehle ist ausreichend. Wie nebenstehend bebildert entstand beim Betonieren der Bodenplatte (nach der Aufstellung der Elemente) jedoch ein Hohlraum unter den Elementen der sich langsam mit Regenwasser anfüllte und später zu teilweise großen Schäden am Lagergut führte. Dieser Hohlraum war teilweise bis zu 10 cm tief und erstreckte sich häufig über die gesamte Stellfläche des Betonfertigelementes so dass die Bewehrung korrodieren konnte. Die Komplexität der Ursachen und der Randbedingungen machte es notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, die diesem Umfang gerecht wurden. (siehe auch : negativabdichtung_risse_getreidelagerhalle.pdf) 

Arbeitsfugen an massiven Stahlbetonfertigteilen an Kelleraußenwänden von Fertigkellern, an Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften

Die Betonfertigelemente sind meist als Abdichtungsebene ausgelegt. In den allermeisten Fällen ist diese auch wirksam. Die Arbeitsfugen, hier als bis zu 5 cm breite Stellfugen im Mörtelbett ausgeführt (also die Fugen zwischen den Elementen), jedoch nicht! Diese Fugen benötigen unabdingbar eine eigene Abdichtung.

Eine partielle Überarbeitung mit „Schwarzabdichtung“ (gemeint ist eine kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung “KMB“) ist nicht ausreichend!

Diese Konstruktionsdetails sind zwingend auf eine eigene Abdichtungsebene angewiesen, die alle Parameter berücksichtigt.

Die konstruktiven Besonderheiten stellen besondere hohe Anforderungen an die nachträgliche Abdichtung, vor allem wenn diese durch Verpressung/ Injektion, erfolgen soll, wenn ein Freilegen der Kelleraußenwand unmöglich ist, oder Alternativen gesucht werden.

Die Bitumenbahn auf der Bodenplatte und das Mörtelbett bilden mehrfache Wasserverteilebenen die auch mit Injektionsmaterial verfüllt werden müssen
Die Bitumenbahn auf der Bodenplatte und das Mörtelbett bilden mehrfache Wasserverteilebenen die auch mit Injektionsmaterial verfüllt werden müssen

Zur horizontalen Ausrichtung der Betonfertigelemente werden diese auf Unterlegplättchen aus PVC oder ähnlichen Materialien gestellt, so dass ein Hohlraum zwischen der Stahlbetonsohle und dem Betonfertigteil entsteht. Allerdings wurden auch schon Fliesenteile, Holzlatten und Ziegelsteine vorgefunden, die bei der abdichtenden Injektion besondere Sorgfalt benötigen. 

Der Beton der Bodenplatte und Fertigelemente kann durchaus „wasserundurchlässig“ sein, also „WU-Beton“ bestehen. Dies trifft jedoch nicht auf die Fugen zwischen den Einzelelementen sowie den Elementen und der Bodenplatte zu. In der Regel werden diese Fugen mit einem Beton, häufiger noch, mit einem Zementmörtel verfüllt. Dieser Beton oder Mörtel ist nicht homogen wie ein verdichteter Beton, sondern eine Masse mit Hohlräumen und schlechter oder keiner Untergrundhaftung.  In einigen Fällen ist unterhalb der Betonelemente, eine Sperrschicht (Bitumenbahn oder Ähnliches) verlegt, als Sperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.  

Als Schutz gegen horizontale Verschiebung der Elemente beim Verfüllen der Baugrube oder gegen Erddruck ist es in vielen Fällen notwendig, die Elemente auf der Bodenplatte zu fixieren. 

Diese Konstruktion macht es notwendig, im Bereich von drückendem Wasser oder zeitweise anstauendem Sickerwasser Maßnahmen zu ergreifen, die dieser Belastung gerecht werden um den Keller vor eindringendem Wasser zu schützen. In vielen Fällen kommt eine kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (KMB) zum Einsatz, deren Versagen als Ursache für Feuchtigkeit im Keller gewertet werden kann.  Es ist durchaus möglich diese Fugen mittels Injektion/ Verpressung gegen eindringendes Wasser abzudichten, also „ohne den Keller freizulegen“. Natürlich unter Berücksichtigung der vorgenannten Besonderheiten. Es  jedoch immer notwendig, Informationen zu erhalten, die den genauen Ist-Zustand der Kelleraußenwände beschreiben. (siehe auch: Kellerabdichtung)